Monat: April 2021

Tier des Monats: Mai

Pollen und Nektar im Überfluß. Eine Gewöhnliche Löcherbiene im Paradies.

Wildbienen

Seit einigen Jahrzehnten beobachtet man, dass  viele Insektenarten seltener werden oder verschwinden, dass aber auch ihre gesamte Masse (Biomasse) abnimmt. An diesem weltweit stattfindenden Vorgang sind viele verschiedene Faktoren beteiligt, wie beispielsweise Vernichtung von Hecken und Feldgehölzen, zu frühes und häufiges Mähen von Strassen- und Gewässerrändern, Umwandlung von Grünland in Ackerland, Überdüngung, Einsatz von Pestiziden und viele weitere Gründe.

Leider geht auch der Bestand von Wildbienen zurück: in der Schweiz waren im Jahr 1994 bereits 296 der damals bekannten 575 Arten auf der Roten Liste zu finden, also gefährdet.

Wozu brauchen wir Menschen denn eigentlich Wildbienen? Das sind doch die, die keinen Honig herstellen? Ja, und trotzdem sind sie extrem wichtig für uns. Leider ist das Wissen über Wildbienen in der Gesellschaft noch nicht sehr gross.

Dies zu ändern ist unserem Verein ein grosses Anliegen. Wir planen eigene Veranstaltungen, für Kinder, für Erwachsene – und werden das Thema immer wieder aufnehmen.  Wer sich einmal mit diesem faszinierenden Thema befasst hat, kommt vermutlich nicht mehr davon los…

Aber in aller Kürze: Von unseren 109 wichtigsten Kulturpflanzen werden 87 Arten wie Apfel, Mandel, Erdbeere, Melone und Tomate von Insekten bestäubt, das sind fast 80 %. Bienen sind davon die wichtigste Gruppe: etwa ein Drittel sind Honigbienen, die anderen zwei Drittel sind andere Insekten, besonders Wildbienen.

Wirft man den Blick nicht nur auf die für uns angebauten Pflanzen, sondern auch auf die Wildpflanzen, so sind in unseren gemässigten Zonen sogar 78 % der Arten auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen.

Was brauchen Wildbienen unbedingt?

  1. Brutplätze
  2. Blüten als Nahrungspflanzen
  3. Baumaterialien

Zur Vertiefung empfehlen wir:

 «Wildbienen in der Stadt entdecken, beobachten, schützen», Janina Voskuhl, Herbert Zucchi, Hauptverlag

Zur Bedeutung von Privatgärten für Wildbienen:

https://www.naturgartenfreude.de/wildbienen/g%C3%A4rten/

Die lehrreiche und amüsante Website von Werner David: https://www.naturgartenfreude.de/wildbienen/

Die sehr informative Website des leider nicht mehr existierenden Vereins: https://www.wildbee.ch/erlebniswerkstatt/erlebnisbesuch

Speziell die Bemerkung von wildbee.ch betreffend BeeHome-Patenschaften: https://www.wildbee.ch/vorsicht

Verein IG Wilde Biene https://igwildebiene.ch/

Mögliche Brutplätze und Baumaterial in Ebikon – aber es müssen auch Nahrungspflanzen im Umkreis von 150 – 300 m von Frühjahr bis Herbst in genügender Menge vorhanden sein.

Was wurde gepflanzt?

Vielleicht willst du wissen, was wir in unserer Grün-statt-Grau-Aktion am 10.04.21 gepflanzt haben? Hier sind die Stauden aufgeführt, von links oben im Uhrzeigersinn:

Berg-Nelkenwurz (gelb) – Leberbalsam – Wirbeldost – Wald-Bergminze – Narzissen-Windröschen – Kantiger Lauch

Grün statt grau

Wir waren in den letzten Tagen wieder aktiv, um der Natur und ihrer Vielfalt auch in Ebikon mehr Raum zu geben:

Der letztjährig angelegte Wildstaudenstreifen am Gemeindehaus wurde gejätet, um die noch jungen Pflänzchen in ihrer Entfaltung zu unterstützen, bis sie diese Fläche bald ganz für sich beanspruchen und keine Pflege mehr brauchen werden.

Heute wurden zwei vom Schotter befreite Verkehrsverengungen neu bepflanzt und eingesät. Wir verwendeten dabei nur einheimische und standortgerechte Pflanzen, die an diesem Magerstandort pflegefrei wachsen werden.

Hier erklärt Martin Buchs, Naturschutzbeauftragter der Gemeinde, was angepflanzt wird – dazu bitte das Foto anklicken:

Angebote der Umweltberatung Luzern

Gerade eingetroffen, das aktuelle Halbjahresprogramm der Umweltberatung Luzern, pandemiebedingt mit Start erst Mitte April. Lass dich vom Angebot überraschen.

Mach mit, ob in der Stadt Luzern, in Ebikon, im Rontal oder sonstwo. Hauptsache, für die Natur, für deren Vielfalt, für die Biodiversität:

Kein Aprilscherz

Dschungelfieber in Ebikon, am 1.April: da zieht jemand los von „www.aebike-gruent.ch“ und pflanzt etwas, das Lianen bildet. Die Pflanze ist eine Gemeinde Waldrebe, botanisch: Clematis Vitalba, schweizerdeutsch: „Niële“

Im Sommer und Herbst wird die Pflanze mehrere Meter lang, der Stengel wirkt trocken, wie ein Seil, und man kann ihn (mit mässigem Vergnügen) rauchen. Man kann die Nielenfäden aber auch aufwickeln wie ein Wollknäuel. Je mehr gewickelt wird, desto schönere Formen entstehen…

An welchem öffentlichen Ort in Ebikon diese Kletterpflanze gesetzt wurde – das verraten wir später einmal. 😉 Oder du findest es selbst heraus!