Wildbienen unterstützen

Insekten sind die wichtigsten Bestäuber unserer Blütenpflanzen. Weltweit sind rund 75 % unserer Kulturpflanzen darauf angewiesen. Ohne sie kein Obst, kein Gemüse. Keine Tomaten, keine Beeren.

Bienen gelten als die wichtigste Bestäuber-Gruppe unter den Insekten Sie kommen in unglaublich vielen Arten und Lebensräumen vor. Jeweilige Blütenpflanzen und Biene sind genau aufeinander abgestimmt. Bienen brauchen Pollen und Nektar der Blüten nicht wie die meisten Insekten nur für sich, sondern vor allem für ihren Nachwuchs.

Entgegen weit verbreiteter Meinung gilt das Nutztier Honigbiene nicht als bedroht, im Gegensatz zu den etwa 620 Wildbienen-Arten in der Schweiz, deren Bestände seit Jahrzehnten alarmierend abnehmen. Sie können übrigens im Vergleich zur Honigbiene gleich oder sogar besser bestäuben. Leider gilt fast die Hälfte aller heimischen Wildbienenarten als bedroht oder bereits ausgestorben. Für ihren Nachwuchs müssen sie sehr viel Futter bringen und Blüten oft anfliegen. Das kostet Energie! Daher sollten ihre Nistplätze nur 100-300 m von ihrem Futterangebot entfernt liegen.

Durch Intensivierung der Landwirtschaft und zunehmende Zersiedelung gingen ausreichende Blütenangebote von März bis Oktober und Nistplatzmöglichkeiten immer mehr zurück. Übrigens benötigen zwei Drittel aller Wildbienenarten in Europa offene Bodenstellen. Hohlraumnisthilfen werden vonallerhöchstens 10 % benutzt.

Zum Glück stellte man fest, dass gerade Siedlungsräume im Vergleich zum intensiv genutzten Kulturland oftmals ein vielfältiges und durchgängiges Blütenangebot, zahlreiche Kleinstrukturen und eine geringe Pestizidbelastung bieten und mittlerweile als wichtige Rückzugsräume für Wildbienen gelten.

Selbst ohne Gärten kann man etwas für Wildbienen tun: Blütenpflanzen in Kübeln und Töpfen ergeben zusammen einen grossen vernetzten Lebensraum.

Jede Blüte zählt! Aus diesem Grund verschenkt der Verein «Äbike grünt» einheimische bienenfreundliche Wildstauden und Küchenkräuter am Samstag, 9. April auf der Risch-Wiese in Ebikon. Inklusive Beratung über Wildbienenförderung vor Ort, aber natürlich jederzeit auch auf unserer Website.

Hier einige sehr empfehlenswerte Links zum Thema Wildbienen: Zürcher BienenfachstelleBienenweidenwildbee (aufgelöst, daher siehe unter:) IG Wilde Biene

Womit wir nichts zu tun haben:

Nur, damit es keine Missverständnisse gibt, wollen wir folgendes klarstellen:

Äbike grünt hat nichts zu tun mit folgenden Projekten, die im letzten Jahr in Ebikon entstanden:

  • Blumenwiese im Risch
  • Bepflanzung am Kreisel Falken
  • Austausch Kübel und Neubepflanzung Kantonsstrasse

 

 

 

Salweide – ein kleines Ökosystem

Die Salweide gilt neben der Eiche als wertvollstes Insekten-Gehölz. Sie bildet ein eigenes kleines Ökosystem, das zahlreichen Tieren Nahrung und Lebensraum bietet. Mehr dazu hier: Salweide